Lektion 1: Fokus aufs Tableau


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Lektion 1: Fokus aufs Tableau

Solitaire ist doch ganz einfach! Oder etwa doch nicht? Solitaires Grundregeln sind simpel, aber sie ergeben ein anspruchsvolles Spielerlebnis. Um möglichst gut durchzukommen, gibt es ein paar Faustregeln und Taktiken. Um eine davon soll es heute gehen.


Worum gehts?

Wenn man von Solitaire spricht, meint man damit häufig, ohne es zu wissen Klondike Solitaire. Denn die meisten haben Solitaire durch Microsofts Betriebssystem Windows kennengelernt und Microsoft Solitaire folgt den Klondike-Regeln. Ansonsten ist Solitaire ein Überbegriff für zahlreiche Varianten. Wir reden hier aber über Klondike!

Bereiche des Solitaire-Spielfelds
Die drei Bereiche im Solitaire-Spielfeld

Klondike funktioniert mit 52 Karten. Es gibt vier Farben mit je 13 Rängen. Einige Karten werden im Tableau auf Verschiebestapel verteilt. Der Rest wird im Talon abgelegt. Als Spieler musst du alle Karten sortiert in den Foundations oder auch Zielstapeln ablegen. Bei Klondike kannst du immer eine einzelne Karte vom Talon aufdecken und sie nur aus der Ablage bewegen, wenn sie im Tableau oder in den Foundations passend angelegt werden kann. Zum genauen Spielaufbau und -ablauf kannst du dich in unserer Solitaire-Anleitung belesen.

Freispielen geht vor

Was so simpel wirkt, kann dir in unachtsamen Momenten zum Fallstrick werden. So versuchen viele Spieler gerade am Anfang, viele Karten aus dem Talon ins Spiel zu bringen.

Das ist nur bedingt sinnvoll: Die Karten im Talon hast du bereits sicher und kannst durch Blättern auf sie zugreifen. Viel wichtiger sind die verdeckten Karten im Tableau. Wenn du jede passende Karte aus dem Talon hier anlegst, verbaust du dir womöglich die Chance, Karten im Tableau zu bewegen und damit verdeckte Karten oder sogar ein ganzes Feld freizuspielen.

Alles ist mit einem Beispiel besser zu verstehen, deshalb bekommst du hier auch direkt eins geliefert!

Solitaire-Spielfeld - Karten freispielen
Die markierten Karten könntest du freispielen, wenn du die schwarze Zwei im Tableau verschiebst, statt die aus dem Talon ins Feld zu holen.

Deine einzige Möglichkeit, auch die markierten Karten aufzudecken, besteht darin, die Pik-Zwei an einen anderen Stapel bei einer roten Drei – egal ob Karo oder Herz – anzulegen. Denn bei Klondike sortierst du im Tableau rot-schwarz oder schwarz-rot abwechselnd.

Wenn du die Kreuz-Zwei aus dem Talon an die rote Drei anlegst, kommst du nicht so einfach an die Karten hinter der Pik-Zwei im Tableau. Du musst nun zuerst das Pik-Ass finden und in der Foundation ablegen, damit du die Zwei loswirst. Oder irgendwo taucht die andere rote Drei auf. Es ist also noch nicht alles verloren. Aber schneller und wahrscheinlich erfolgreicher bist du, wenn du solche Situationen vermeidest.

Fällt dir so ein Fehler zeitig auf, kannst du bei uns im Solitaire Palast einen Zug rückgängig machen. Das geht, so oft du willst. Allerdings kostet jeder rückgängig gemachte Zug dich auch einen Punkt.

Schaffe dir leere Felder im Tableau

Leere Felder sind bei Klondike taktisch wichtig! Denn nur dorthin kannst du Könige verschieben, bzw. Kartenreihen, die mit einem König beginnen. Liegt irgendwo in deinem Tableau also ein König und blockiert verdeckte Karten, solltest du an anderer Stelle versuchen, ein freies Feld zu schaffen, damit du ihn dort aus dem Weg schaffen kannst.

Solitaire-Spielfeld - König auf leeres Feld
Nutze das leere Feld, um die Karten hinterm Herz-König zu erreichen.

Bei Klondike darfst du auf leere Felder auch ausschließlich Könige legen. Ein angenehmer Nebeneffekt ist, dass du nicht aus Versehen eine andere Karte dort ablegen kannst. Daher musst du eigentlich nur darauf achten, passende Könige zuerst aus dem Tableau auf leere Felder zu legen statt aus dem Talon.


Es kann auch einmal vorkommen, dass zwar Könige im Tableau liegen, diese aber nicht zu den Damen passen, welche noch mehr Karten blockieren. Da hätte ein passender König aus dem Talon natürlich Vorrang, da du sonst vielleicht ein Spielfeld erzeugst, in dem es nicht mehr vor oder zurück geht.


Unser Fazit

Fokussiere dich nicht nur darauf, die Foundation so schnell wie möglich zu füllen, sondern behalte eine gewisse Beweglichkeit im Tableau. Damit sollten sich die verdeckten Karten einfacher freispielen lassen, was wiederum leere Felder bedeutet. Und leere Felder können Könige aufnehmen, sodass das Spiel flutschen kann! Übrigens wandert ein vollständig sortiertes Tableau im Solitaire Palast automatisch und schnell auf die Zielstapel.

Wenn du Lust auf noch mehr Infos und Ratschläge rund um Solitaire hast, schau doch mal in unsere Lektionen-Liste.